Trinke aus der Quelle, solange sie sprudelt.
Das Leben formt den Menschen, wie Wasser den Stein.
Wasser ist immer und überall in Bewegung.
Stille Wasser sind meist tief, und klare Wasser sind meist kalt.
Amman iman – Wasser ist Leben.
Selbst wer am Wasser lebt, verschwende nicht das Wasser.

Als «nicht gewinnorientierte» Genossenschaft haben wir ein Ziel:
Die Versorgung der Stadt Rapperswil-Jona mit Trink-, Brauch- und Löschwasser. Fortwährend in bester Qualität, genügender Menge und Druck.

Wasserqualität – Überwachung und Kontrolle des Trinkwassers

Wir als Wasserversorgung tun alles, um einwandfreies Trinkwasser sicherzustellen.
Trinkwasser gilt als Lebensmittel und muss eine Vielzahl von Vorgaben erfüllen.
Es muss hinsichtlich Geruch, Geschmack und Aussehen unauffällig sein und darf hinsichtlich Art und Konzentration der darin enthaltenen Mikroorganismen, Parasiten sowie Kontaminanten keine Gesundheitsgefährdung darstellen. Zudem müssen deklarierte Mindestanforderungen erfüllt werden.

Die durch den Bund festgelegten Höchstwerte sind in der Verordnung des EDI über Trinkwasser sowie Wasser in öffentlich zugänglichen Bädern und Duschanlagen kurz «TBDV» geregelt.

Um eine hohe Wasserqualität sicher zu stellen, erfolgen die Wartung und der Unterhalt aller Anlagen nach einer strengen risikobasierten Qualitätssicherung, welche einen Schutz vor Trinkwasserverunreinigungen als oberstes Ziel hat. Die Trinkwasserqualität im Verteilnetz wird durch das kantonale Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen St. Gallen überprüft. Ca. 80 mikrobiologische Wasserproben werden, verteilt über das ganze Jahr, jeweils untersucht und analysiert. Bei den Grundwasserpumpwerken erfolgen je vier chemische und physikalische Wasseruntersuchungen. Zusätzlich werden in allen Grundwasserpumpwerken einzelne Trinkwasserparameter permanent online überwacht.

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Grundwasserbrunnen mit Onlineüberwachung

Die Wasserversorgung hat eine Informationspflicht betreffend Herkunft, Aufbereitung, mikrobiologischer Qualität, Gesamthärte und Nitrat.
Hier finden Sie alle Angaben betreffend Informationspflicht der WVRJ:
Information Trinkwasserqualität Vorjahr
www.trinkwasser.ch

 

Wasserqualität in unseren eigenen Grundwasserpumpwerken


Unser Trinkwasser entspricht den strengen gesetzlichen Vorgaben der TBDV und wird regelmässig durch die zuständige Behörde kontrolliert. Trotz der Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben werden auch in unseren Grundwasserressourcen mit neusten Messmethoden kleinste Stoffmengen von zivilisationsbedingten, unerwünschten Stoffen festgesellt. Nach heutigem Wissensstand kann davon ausgegangen werden, dass unser Trinkwasser unbedenklich ist, keine erhöhte Gefahr für die Gesundheit besteht und uneingeschränkt konsumiert werden kann.

 

Wie kann man Messresultate von Trinkwasserproben einstufen?


Die Anforderung null «anthropogene» – will heissen von Menschen verursachte – Rückstände im Trinkwasser sind nicht einlösbar. Das immer gleiche Wasser zirkuliert im Kreislauf mit dem Menschen – seit Millionen von Jahren. Kein Naturprodukt ist frei von Umwelteinflüssen und Spurenstoffen (Menschlicher Fussabdruck).


Trinkwasser ist ein Lebensmittel welches in der Schweiz höchsten Qualitätsansprüchen genügt. Die festgestellte Zunahme erkannter Spurenstoffe im Wasser ist primär auf die präziseren Messtechniken zurückzuführen.

Dazu zwei Beispiele:

  • Ein Stück Würfelzucker, aufgelöst im Bodensee (48’000’000’000’000 l), kann mit heutigen Messmethoden nachgewiesen werden! Ist der Bodensee süss?
  • Um die Dosis einer Aspirin Tablette aufzunehmen, müsste ein Mensch während 700 Jahren täglich 2 Liter Wasser mit einer Konzentration von 0.000’000’1 g/l aufnehmen.

Zur Veranschaulichung:

10 Gramm

wvrj kaffee

10 g/kg1

Zuckerwürfel in 0.27 l Kaffee

1 Gramm

wvrj wein

1 g/kg1
Zuckerwürfel in 2.7 l Wein

1 Milligramm

wvrj tankwagen

0.001 g/kg1
Zuckerwürfel in 2700 l (Tankwagen)

1 Mikrogramm

wvrj tankschiff

0.000’001 g/kg1
Zuckerwürfel in 2.7 Million l (Tankschiff)

1 Nanogramm

wvrj stausee

0.000’000’001 g/kg1
Zuckerwürfel in 2.7 Milliarden l (Stausee)

 
 
 

 

Umwelteinflüsse – Nichts ist so wertvoll wie unser Trinkwasser!

 
Wasser ist ein lebensnotwendiges, unentbehrliches Gut, das nicht ersetzt werden kann.
Wir sind der Meinung, dass unsere Trinkwasserressourcen stärker vor schädlichen Fremdstoffen aus Landwirtschaft, Haushaltungen, Gewerbe und Industrie geschützt werden müssen.

Die Versorgung mit Trinkwasser als Lebensmittel Nr. 1 ist eine zentrale, gesellschaftliche und generationsübergreifende Aufgabe in Sinne der Zukunftsvorsorge. Aus unserer Sicht müssen die Ursachen und nicht die Symptome bekämpft werden!
Vor einer notwendigen Wasseraufbereitung in der Versorgung muss im Sinne des Vorsorgeprinzipes zuerst die Senkung der Eintragsbelastung stattfinden.

Unsere Forderungen:

  • Der Schutz der Trinkwasserressourcen muss erste Priorität haben – Dieser Grundsatz ist gesetzlich zu verankern.
  • Wasserressourcen müssen so beschaffen sein, dass daraus Trinkwasser ohne Aufbereitung bzw. mit naturnahen, einfachen Aufbereitungsverfahren kostengünstig und gesund gewonnen werden kann.
  • Minimierung/Verhinderung der Einträge von unerwünschten Stoffen. Es soll das Verursacherprinzip und die Herstellerverantwortung gelten.
  • Der Einsatz von Pflanzenschutzmittel, Pestiziden, Fungiziden und Herbiziden im Zuströmbereich ist so zu regeln und umzusetzen, dass das Grundwasser in den Schutzzonen frei von langlebigen Fremdstoffen ist und dass das Grundwasser weiterhin ohne Aufbereitung als Trinkwasser genutzt werden kann. Kritische bzw. besonders giftige Mittel müssen generell verboten werden.
  • Mit der Zulassung von Produkten und Stoffen müssen auch die nötigen Verfahren vorliegen, um deren Abbauprodukte im Grundwasser messen zu können. Nur damit können ein sinnvolles Monitoring und ein Schutz der Trinkwasserfassungen erreicht werden.
  • Auch eigene Gärten, Schrebergärten, Sport- und Freizeitanlagen sind ohne «belastende Stoffe» zu unterhalten.
  • Und zu guter Letzt: Auch ein unachtsam weggeworfener Zigarettenstummel belastet unsere Gewässer.



Einfluss von Gebäudeinstallationen auf die Trinkwasserqualität


Massgebend für die Trinkwasserqualität an der Entnahmearmatur sind die Gebäudeinstallationen. Diese gehören in den Verantwortungsbereich des Hauseigentümers und nicht der Wasserversorgung. Vermehrt kann festgestellt werden, dass infolge fehlendem Unterhalt und Wartung von Anlageteilen, wie Feinfilter, Enthärtungsanlagen, usw., die Trinkwasserqualität auf der «letzten Meile» eine markante Verschlechterung erfährt. Tun Sie etwas dagegen: Lassen Sie regelmässig die sanitären Anlagen durch einen Fachmann überprüfen/warten – und vermeiden Sie damit unliebsame Überraschungen.

Merkblatt betreffend Verantwortung

 

Einfluss von Mineralien auf den Geschmack von Wasser


Im Trinkwasser enthaltene Mineralien beeinflussen den Geschmack des Wassers ohne Beeinträchtigung der Qualität. Anbei einige Mineralien und deren geschmackliche Auswirkungen:

  • Viel Magnesium > Leicht metallisch
  • Viel Calcium > Erdig / Gipsgeschmack
  • Viel Chlorid > Salzig
  • Viel Sulfat > Bitter / Fahl
  • Temperatur > Einfluss auf Frischeempfinden
  • Kohlensäure > Kaschiert Geschmack; Verhindert Verkeimung

 

Tipps für höchsten Trinkgenuss


Trinkwasser ab Hahn immer etwas vorlaufen lassen.
Kühles Wasser am Hahn ist der Hinweis auf frisches Wasser.
Stehendes Wasser nach Abwesenheiten ausreichend ausspülen.

Trink Wasser  –  Trinkwasser

 

Detailanalysen


Die Wasserqualität bei Ihnen zu Hause finden Sie unter:
Wasserqualitätsabfrage

Übersicht Mikrobiologische Untersuchungen aus Vorjahr:
Untersuchungsbericht

Chemisch- und Physikalische Detailanalysen der Pumpwerke:

Alle Pumpwerke (Grünfeld, Busskirch, Tägernau, Hanfländer)

Chemisch- und Physikalische Detailanalysen der Zulieferer:
Aufbereitetes Seewasser der Gruppenwasserversorgung Zürcher Oberland